Presse & Berichte

Eine widersprüchliche Zeit

 

Die Kälte und der vorüberziehende Regen waren ihnen nicht anzumerken. Weder den etwa 150 Zuschauern, die sich am Samstagabend in Simmersfeld das Stück „Schnaitbach III: Lorles Heimkehr“ ansahen - noch dem unter diesen Bedingungen spielenden Ensemble. Am Vortag hatte man die Vorstellung aufgrund von starkem Regen und Gewitter absagen müssen, diesmal war das Wetter gnädiger: Zwanzig Minuten lang wurde das Stück in der ersten Hälfte wetterbedingt unterbrochen, danach ging es ohne Probleme weiter.

Publikum saugt Geschehen auf

Simmersfeld. Bürgermeister Ernst Bräunlinger (Martin Großhans) hat sein Büro auf einer Tribünenseite, leicht erhöht über dem Publikum. Da tippt er an seinem massiven Schreibtisch wichtige Dokumente in die Schreibmaschine. Und immer wieder verkündet er von seiner erhöhten Position politische Meilensteine der Jahre 1948 bis 1956.

Konflikte lösen sich in Wohlgefallen auf

Simmersfeld. »Du bist zum Bahnhofsvorsteher ernannt worden, etwas mehr Begeisterung bitte!« Regisseur Andreas Jendrusch fuchtelt mit den Armen und ruft einem anderen Schauspieler auf der Freilichtbühne hinter dem Festspielhaus zu: »Du kommst noch nicht dran.« Seit Wochen probt das Ensemble der Kulturwerkstatt für den dritten Teil der Dorfsaga »Schnaitbach«. In den vergangenen Tagen fand jeweils ein kompletter Durchgang statt, um letzte Feinheiten der zweistündigen Aufführung für insgesamt 13 Vorstellungen abzustimmen. Premiere ist am Donnerstag dieser Woche, 20. Juli, um 20.30 Uhr.

Sehnsucht wird immer größer

Simmersfeld. Mit »Schnaitbach III« endet die Dorfsaga aus dem Oberen Wald. Lorle (Birgit Heintel) kehrt aus den Vereinigten Staaten in ihr schwäbisches Schwarzwalddorf zurück. Sie wird konfrontiert mit Generationsproblemen und den Nachwirkungen des Zweiten Weltkrieges, erfährt persönliche Existenzängste, erlebt schicksalhafte Begegnungen und träumt von einer glücklichen Zukunft. Der Bogen authentischer Geschichten spannt sich von der Stunde Null im Jahr 1945 bis zum Wirtschaftswunder.

Premiere mündet in Geburtstagsfeier

Simmersfeld. Zwei Herren mit Quietschente in der Badewanne, ein stocksteifes Paar bei der Eheberatung, die Bewunderung über die Zubereitung eines Frühstückseis, der Fernseher, der ohne Vorwarnung den Geist aufgibt, eine störende Nudel beim Flirt, das schiefe Bild in einer fremden Wohnung, das unbedingt zurechtgerückt gehört – wer kennt sie nicht, die Klassiker von Loriot alias Vicco von Bülow?

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