Konsumkritik nach August Strindberg

Fräulein Julie

Samstag, 14. April 2018 - 20:30
Sonntag, 15. April 2018 - 18:00

Ausgelassen feiert die Belegschaft eines wasseraufbereitenden Weltkonzernes mit einem Betriebsfest die Mittsommernacht. Fräulein Julie, die stolze, mannstolle und zugleich männerverachtende, seelisch tief zerrüttete Firmenlenkerin, fordert den Angestellten Jean, der mit der Sekretärin Kristin so gut wie verlobt ist, zum „Tanz“. Jean, selbstgefällig, ehrgeizig und nüchtern berechnend zugleich, hat hochfliegende Pläne und will sich später selbst einmal in einer Führungsposition etablieren. Aufreizend frech und spielerisch verführend kokettiert Julie mit ihm. Zuerst noch vermeintlich widerstrebend, erwidert Jean ihre Annäherungsversuche und nimmt sie schließlich, einem schnellen Abenteuer nicht abgeneigt, …

In einer Art Katz und Mausspiel begegnet sich die Firmenelite eines profitorientierten Weltkonzern auf der Firmenfeier, um in diesem perfiden Spiel rund um Macht, Status und Gerissenheit dem Zuschauer immer wieder Einblicke in moderne Produktionswege zu geben und Fragen aufzuwerfen, wie und wo wir als Konsumenten in einer so berechnenden und Konsum und profitorientierten Welt stehen.

Es spielen die Altensteiger Schauspielerinnen Lea Kirn und Birgit Heintel sowie der gebürtige Züricher Simon Fleischhacker. Für die Regie und die Textfassung zeichnet sich Andreas Jendrusch verantwortlich. Die eigens für das Stück komponierte Musik stammt von der Freiburgerin Hannah Schwegler.

 

Nach der gefeierten Premiere und zahlreichen Gastspielen in ganz Baden Württemberg, kommt die zeitgenössische Inszenierung des gesellschaftskritischen Stückes aus dem Jahr 1888 erstmals ins fest.spiel.haus . „FAUST“ wird am 30.September um 18 Uhr nachgeholt.

 

Preis: 
€16.00
Preis ermäßigt: 
€8.00
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